Jugendarbeit:

Das Jugendtraining wird seit Beginn einer systematischen Jugendarbeit im Januar 1979 stets von zwei Trainern geleitet, um sich den einzelnen Leistungsgruppen besser widmen zu können.

Im Schachtraining werden die Jugendlichen in verschiedene Leistungsgruppen unterteilt. Durch regelmäßige Testaufgaben (Testpartien, Kombinations- und Endspielübungen) wird der Leistungsstand überprüft. Fast alle Jugendlichen, die bisher am Nachwuchstraining des Vereins teilnahmen, haben das Turmdiplom, eine große Anzahl das Königsdiplom erfolgreich abgelegt.

Bei diesen Diplomen handelt es sich um Testaufgaben der Deutschen Schachjugend in drei Schwierigkeitsstufen (Bauern-, Turm- und Königsdiplom), bei deren erfolgreicher Lösung die Prüflinge die entsprechenden Diplome erhalten.

Großer Wert wird darauf gelegt, dass die Jugendlichen in Mannschaftskämpfen und Einzelturnieren genügend Turnierpraxis sammeln können, worauf dabei geachtet wird, dass die Jugendlichen weder über- noch unterfordert werden.

Talentierte Jugendliche werden für die Talentsichtungslehrgänge der Bayerischen Schachjugend gemeldet. Bisher schafften zwölf Jugendliche den Sprung in den Nachwuchskader der Bayerischen Schachjugend (BSJ) davon, nämlich Fabian Geisler und Matthias Wittmann, wurden sogar in den Kader der Deutschen Schachjugend aufgenommen. Dem derzeitigen Kader der BSJ gehören Johannes Rusche, Ulrich Stieber und Laura Wolowski an.

Durch die gezielte Nachwuchsarbeit zählt die Schachgemeinschaft Vogtareuth-Prutting im Jugendbereich zu den erfolgreichsten Vereinen in Bayern. Seit Beginn der Jugendarbeit konnten die Nachwuchsspieler des Vereins insgesamt drei deutsche, vierzehn bayerische, 45 oberbayerische und 24 Kreismeistertitel erringen.

Herausragende Erfolge waren der Gewinn der deutschen D-Jugend-Einzelmeisterschaft 1986 durch Fabian Geisler, die Titelgewinne bei den bayerischen C-Jugend-Mannschaftsmeister schaften 1988 und 1991 sowie der Gewinn der oberbayerischen, bayerischen und deutschen Schulschachmannschaftsmeisterschaft 1993 und 1994 durch die Mannschaft des Finsterwalder-Gymnasiums Rosenheim. An den Erfolgen hatten mit Matthias Wittmann (1993) und Christoph Brosda (1994) zwei Jugendliche des Vereins maßgeblichen Anteil.

Mit Martin Grundherr und Fabian Geisler schafften zwei ehemalige Jugendspieler den Sprung in die 1. Bundesliga. Markus Wach, der zwei Jahre in der Jugendmannschaft der SG Vogtareuth-Prutting spielte, vertrat 1992 als Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft sein Land bei der Schacholympiade in Manila.

Markus Wach ist seit einigen Jahren Internationaler Meister, Fabian Geisler erhielt den Titel eines FIDE-Meisters. Beide spielen zwischenzeitlich beim Nachbarverein SG Pang/Rosenheim in der Oberliga Bayern.

Erwähnenswert sind auch der dritte Platz bei der bayerischen Vereinsjugendmann-schaftsmeisterschaft 1993, bei der die Jugendmannschaft der SG Vogtareuth-Prutting hinter den Nachwuchsteams der Bundesligavereine Bamberg und München 1836 den dritten Platz belegte, sowie der dritte Platz bei der bayerischen U 13- Mannschaftsmeisterschaft 1998 und die damit verbundene Teilnahme an der deutschen U 13- Mannschaftsmeisterschaft, bei der allerdings "nur" ein 14. Platz unter 20 Mannschaften heraussprang. Unser "Dorfverein" hatte es dabei allerdings überwiegend mit Vereinen aus Großstädten wie Berlin, Köln, Dortmund, Dresden oder Nürnberg zu tun.

Für Erfolge im Nachwuchsbereich sorgten in den letzten Jahren neben Philipp Königer, der 1992 bayerischer U 17- Meister und 1996 bayerischer U 20-Vizemeister wurde und den Verein auch auf internationalen Turnieren in Moskau, Kecskemet (Ungarn) und Pula (Kroatien) vertrat, vor allem unsere aktuellen "Nachwuchsstars":

Johannes Rusche (Jahrgang 1985) gewann 1999 überraschend die bayerische U14-Meisterschaft und ist mittlerweile Stammspieler der ersten Mannschaft, die als Bezirksliga-Spitzenreiter den Aufstieg in die Regionalliga anstrebt.

Ulrich Stieber wurde 1997 bayerischer U 11-Vizemeister und gewann am Spitzenbrett der Mannschaft des Finsterwalder-Gymnasiums Rosenheim 1998, 1999 und 2000 die bayerische Schulschachmannschaftsmeisterschaft und wurde 1999 sogar deutscher Schulschach-Vizemeister.

Laura Wolowski (Jahrgang 1986), die 1997 bei den Mädchen U 11 und 2000 bei den Mädchen U 14 bayerische Vizemeisterin wurde, belegte mit der Mädchen-Mannschaft des TV Großostheim (Unterfranken), die sie als Gastspielerin angeworben hatten, bei der deutschen U 14 - Mädchen-Mannschaftsmeisterschaft 2000 einen hervorragenden zweiten Platz, wobei Laura an Brett zwei keine einzige Partie verlor und so wesentlich zum Erfolg ihrer Mannschaft beitrug.